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Altes Ägypten: Götter, Pharaonen, Hieroglyphen
Betritt einen Ägyptensaal und sag, was du vor dir siehst, ohne das Schild zu lesen: welcher schakalköpfige Gott welcher ist, in welche Richtung eine Hieroglyphenzeile läuft, warum jedes Grab am Westufer liegt. Für Museumsbesucher und Reisende; vorausgesetzt wird keine Ägyptologie, gelehrt wird keine Transliteration. Einundfünfzig Karten behandeln die Götter, den Fluss, das Grab, die Schrift und dreitausend Jahre in vier Blöcken.
Der Gott der Schreiber trägt den Kopf dieses Sumpfvogels. Warum wurde daraus das Zeichen für die Schrift?

Es ist der Vogel des Thot, des Gottes der Schrift: Sein langer gebogener Schnabel erinnerte an die Mondsichel, über die Thot herrschte, und an das Schreibrohr des Schreibers.
— Woran erinnert der gebogene Schnabel — am Himmel und in der Schreiberhand?
Source
Der Heilige Ibis stochert mit langem, nach unten gebogenem Schnabel im Schlamm. Die Ägypter sahen darin die Sichel des Mondes — Thot ordnete den Mondkalender — und das Schreibrohr des Schreibers. So wurde der Vogel zum Tier des Thot, und in der Schrift selbst schreibt ein Ibis auf einer Standarte den Namen des Gottes. In Hermopolis, seiner Kultstadt, wurden Millionen Ibisse mumifiziert und ihm geopfert.